Tierklinik am Nordring in Nürnberg
Tierklinik am Nordring in Nürnberg

Hundeführerschein – Grundwissen Gefahrenvermeidung im Umgang mit Hunden

Kurs nach den Richtlinien der Bayerische Landestierärztekammer Arbeitskreis "Hundeführerschein", Institut für Tierschutz, Verhaltenskunde und Tierhygiene der
Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München

 

Die aufrüttelnden Pressemeldungen über einzelne Hunde, die Menschen schwer ver­letzten bzw. töteten, haben nicht nur zu größerem Verantwortungsbewusstsein bei erfreulich vielen Hunde­haltern geführt, sondern auch zur Verschärfung von Rechts­vorschriften.

 

Die Tierärzte sind der Meinung, dass an der Rasse festmachende Regelungen das Problem nicht lösen. Deshalb versuchen speziell fort- und weiter­gebildete Tierärzte und Tierärztinnen, dass möglichst viele Hundehalter auf freiwilli­ger Basis lernen, wie sie ihren Hund unter Kontrolle bringen – sei es nun ein Chihuahua, ein Dalmatiner oder ein Dobermann. Denn jeder Hund kann beißen, und eine große Zahl an Bissverletzungen fügen Hunde ihrer eigenen Familie zu. Nicht weil diese Hunde böse sind, sondern weil wir Menschen eklatante Fehler im Umgang mit Hunden machen.

Um Gefahren für uns und andere zu vermeiden, brauchen wir fundiertes Wissen:

Wissen über das normale Hundeverhalten, Wissen über die Situationen, in denen ein Hund gefährlich werden kann, Wissen über typische Missverständnisse zwischen Mensch und Hund - und nicht zuletzt Wissen darüber, wie man seinen Hund richtig erzieht.

 

Deshalb bieten Tierärzte in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landestierärzte­kammer und dem Institut für Tierschutz, Verhaltenskunde und Tierhygiene der Ludwig-Maximilians-Universität München den Kurs "Hundeführerschein – Grundwissen Gefahrenvermeidung im Umgang mit Hunden" an, der das nötige Grundwissen über Erziehung und Verhalten von Hunden vermittelt, um gefähr­liche Situationen möglichst zu vermeiden.

Diese Kurse gibt es auch in anderen Bundesländern (z.B. in  Schleswig-Holstein) und im Ausland (z.B. Luxemburg)



Wird der „Hundeführerschein“ in Bayern von den Behörden verlangt?



In Bayern muss man für die Haltung eines Hundes keinen „Hundeführerschein“ und keinen „Sachkunde­nachweis“ erbringen. Allerdings wird die Sachkunde von Haltern potenziell gefährlicher Hunde üblicher­weise bei der Begutachtung dieser Tiere beurteilt. Der Gutachter beobachtet, ob der Halter seinen Hund unter Kontrolle hat und ob er möglicherweise gefährliche Situationen richtig einschätzen kann. Es gibt keine Bestimmungen in Bayern, welches Wissen und welche Kenntnisse für eine Sachkunde notwendig sind.

Alle angebotenen  „Hundeführerscheine“ – egal ob von Tierärzten, Hundeverbänden oder Hundeschu­len usw. – sind deshalb freiwillig und es ist nicht möglich, einen amtlichen „Hundeführerschein“ oder einen „Sachkundenachweis“ auszustellen.

Das zuständige Bayer. Staatsministerium hat bereits im Jahr 2002 den Besuch des Kurses "Hundeführerschein-Grundwissen Gefahrenvermeidung im Umgang mit Hunden" empfohlen. Das Kreisverwaltungsreferat der Stadt München empfiehlt Hundehaltern die Kursteilnahme bei Mängeln in der Sachkunde. Über die erfolgreiche Teilnahme erhalten Sie eine Bescheinigung der Bayerischen Landestierärztekammer als Körperschaft des öffentlichen Rechts.

In verschiedenen anderen Bundesländern müssen die Halter von Hunden bestimmter Größe oder Rasse eine Sachkunde-Prüfung ablegen. In Schleswig-Holstein und Berlin ist dies z.B. durch die Teilnahme an diesem "Hundeführerschein"-Kurs möglich, wobei in Berlin noch eine praktische Prüfung nach Vorgaben des Senats folgt. Es wurde schon mehrmals beraten, ob die Bestimmungen in Deutschland vereinheitlicht werden sollen, aber es ist davon auszugehen, dass dies in absehbarer Zeit nicht geschehen wird.

Tierklinik am Nordring

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